MM beantwortet Fragen zum neuen Album

- Warum hat es mehr als drei Jahre gedauert, bis das neue Album erscheinen konnte?
Zunächst mussten natürlich erst einmal ordentliche Songs geschrieben und arrangiert werden.
Da wir alle nur über begrenzte Zeit zum Proben verfügen, erstreckte sich dieser Prozess einfach über einen gewissen Zeitraum.
Längere Pausen beim Songwriting, etwa durch unfreiwillig gestaffelt liegende Urlaube oder die Vorbereitung umfangreicherer
Cover-Gigs wie St. Oswald, tun da Ihr Übriges. Drei Jahre dürften aber nicht außer Verhältnis stehen, wenn man das mit den Zeiträumen
zwischen Veröffentlichungen anderer Bands vergleicht, obwohl diese (jedenfalls zum Teil) als Profis unterwegs sind, die von der Musik
ihren Lebensunterhalt bestreiten. Und nicht zuletzt hat allein die Studioproduktion – Pausen eingerechnet – fast vier Monate in Anspruch
genommen.
- Was sind die größten Unterschiede zu „Far beyond reason“?
Wir haben versucht, Bestandteile des SONIC EMPIRE Sounds, die das erste Album geprägt haben, auszubauen und hier noch weiter in die Extreme zu gehen. Dabei war das Bandmotto „No limits“ wieder ausschlaggebend. So sollten die Arrangements noch unterschiedlicher ausfallen, von kürzeren Single-Nummern wie „Expendable“ bis zu dem „The Sonic Empire“ an Länge und Komplexität bei weitem übersteigenden „The end of eternity“. Der Wechsel zwischen Clean-Vocals, Shouts und mehrstimmigen Vocal-Arrangements wurde erheblich forciert. Neu sind auch die erheblich aufwändiger arrangierten und erstmals mit externer Unterstützung erstellten Orchesterarrangements in „The undying defiance“ und „The end of eternity“. Die Härtegrenzen wurden ebenfalls weiter hinausgeschoben, vor allem bei „Rotten to the core“. Alles in allem gibt es einfach mehr von allem!
- Warum wurde wieder das Audiomax-Tonstudio gebucht?
Die langjährige, bewährte Zusammenarbeit (zuvor schon mit CANTERBURY) und dem Audiomax-Studio hat den Ausschlag gegeben. Aufgrund der neuen Räumlichkeiten, des wiederum verfeinerten Studio-Equipments und der Erfahrungen aus der Produktion von „Far beyond reason“ haben wir die Möglichkeit gesehen, weiter voranzukommen, ohne auf Bewährtes verzichten zu müssen. Die bekanntermaßen gute Atmosphäre bei Maximilian Maier und seine Fähigkeit, sich in die sehr unterschiedlichen Songs einzufühlen, haben sich auch wieder ausgezahlt.
- Worum geht es in den Lyrics?
Nach wie vor spielen alltägliche, aber dennoch extreme Erfahrungen die Hauptrolle. Die Lyrics sollen die Möglichkeit geben, eigene Erlebnisse mit der Musik in Verbindung zu bringen. Den meisten Texten liegt deshalb zwar eine bestimmte Situation, ein bestimmtes Gefühl oder Erlebnis zu Grunde. Das meiste soll unscharf bleiben, denn jeder erlebt extrem positive oder negative Situationen anders. Wer mich gut kennt, wird manches zwar besser einordnen können. Vielleicht spielt aber demnächst ein Song von SONIC EMPIRE eine Rolle im Leben eines Hörers, das wäre eine große Bestätigung für uns alle. Zudem gibt es erstmals Lyrics mit einem geschichtlichen Hintergrund, wie „One against them all“, das den Hitler-Attentäter Georg Elser würdigt, oder „Pharsalus“, welches Ideen zum römischen Bürgerkrieg um 48 v. Chr. im Spiegel der heutigen Verhältnisse verarbeitet: Wir haben seitdem nämlich nur wenig gelernt.
- Was bedeutet der CD-Titel?
Wie die Lyrics soll auch „For something remains“ Spielraum für eigene Interpretationen geben. Etwas bleibt schließlich immer zurück: Im Guten, wie im Schlechten. Und ein fertiges Album ist natürlich auch etwas, das bleibt. :-)
- Wie sehen Eure weiteren Pläne aus?
Zunächst möchten wir das Erscheinen der CD, auf die wir so lange hingearbeitet haben, im Rahmen einer ordentlichen Release-Party mit allen Fans ordentlich feiern! Auch das wird noch ein wenig dauern, siehe Antwort zur ersten Frage. Schließlich wollen wir da einen ganz besonderen Gig erleben! Was danach kommt, müssen wir dann sehen. Im Moment überwiegt die Freude, einen weiteren Meilenstein im Soundimperium errichtet zu haben.
- Ein Wort zum Schluss?
Wer „Far beyond reason“ mag, sollte „For something remains“ lieben! Das war jedenfalls das Ziel von uns allen.
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